über Kamihimo

Kamihimo Fabrikation

Kamihimo ist ein japanisches Handwerk, dass sich zunehmender Beliebtheit erfreut.

Beim Kamihimo werden zusammengeklebte Papierschnüre geflochten. Daher der Name „Kami“ 紙 (=Papier) „Himo“ 紐 (=Schnur). Ein weiteres, in Japan sehr geläufiges Wort, ist „Kamibando“ 紙バンド – „Papierband“.

Nicht zu verwechseln ist Kamihimo mit dem Kumihimo, die „japanische Flechtkunst“. Beim Kamihimo wird mit Papier gearbeitet. Beim Kumihimo mit Garn!

Ursprünglich-, wie heute noch, werden Papierschnurbänder für die Verpackung von Reissäcken verwendet. Aufgrund ihrer Robustheit, fand das Produkt die grösste Anwendung um Pakete zusammenzuschnüren. Dies hat sich jedoch mit der Einführung von Kunststoffbändern geändert, was viele Hersteller dazu brachte, die Produktion einzustellen.

Dennoch ist das Papierschnurband nicht ganz aus dem japanischen Alltag verschwunden. Unter anderem Dank der Idee, dass man die Bänder zusammenflechten kann. Das Verpackungsmaterial landete nicht einfach im Abfalleimer, sondern wurde zu irgendeinem praktischen Gegenstand verflochten.

Es heisst, einmal habe ein Mitarbeiter einer Kamihimo-Fabrik, aus Bandresten ein „Bento“ (eine japanische Lunch-Box) geflochten. So kam der Fabrikleitung die Idee, dass man auch farbige Kamihimo herstellen könnte. Seither werden die Kamibänder auch eifrig zum basteln und dekorieren verwendet.

Zur Herstellung der Kamihimo werden Papierschnüre zusammengeklebt. Die Papierschnüre bestehen aus hochwertigem, recycliertem Papier. Der Kleber ist absolut ungiftig und biologisch abbaubar.

gefärbte Kamihimo

 

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